Neues zur Freifahrt für Vertriebene aus der Ukraine

Die Freifahrt für Vertriebene aus der Ukraine wurde verlängert, Schulkinder müssen aber einen Ausweis beantragen.

Alle schulpflichtigen Kinder von Vertriebenen aus der Ukraine erhalten einen Ausweis für die freie Fahrt zur Schule. Der Antrag für den Ausweis muss mit diesem Formular in der Schule abgegeben werden. Dieses Formular bekommen Ihre Kinder in der Schule.  

So funktioniert es:

  • Die Eltern (oder die Schülerinnen und Schüler, wenn sie schon 18 Jahre alt sind) füllen bitte die Felder A, B und D aus. Ergänzung zu Feld A: Wenn Sie schon Familienbeihilfe beziehen, oder einen Antrag abgegeben haben, kreuzen Sie hier bitte Ja an. Wenn Sie Familienbeihilfe noch nicht beantragt haben, tun Sie das möglichst rasch. Informationen dazu finden Sie hier.
  • Das Formular geben Sie bitte in der Schule wieder ab.
  • Die Schule bestätigt die Angaben zum Schulbesuch (Feld E) und schickt das Formular an das zuständige Verkehrsunterunternehmen. Die Mindestentfernung zwischen Wohnung und Schule muss 2 Kilometer Fußweg betragen.
  • Das Verkehrsunternehmen füllt Feld C aus und schickt den Antrag an die BBU, die für die Abwicklung der Unterstützungsleistungen für Flüchtlinge zuständig ist.
  • Der Ausweis wird nach Genehmigung durch die BBU vom Verkehrsunternehmen ausgestellt und an die Schule gesandt. Die Kinder bekommen ihre Ausweise dann von der Schule.
  • Für die Zeit, bis die Kinder den Ausweis erhalten, bekommen sie von der Schule eine Schulbesuchsbestätigung, die als Freifahrts-Ausweis gilt.
  • Es kann sein, dass Sie später einmal darüber informiert werden, dass Sie noch einen zweiten Antrag ans Finanzamt ausfüllen müssen. Das ändert nichts an der Freifahrt, es hat nur mit einem bürokratischen Akt, mit der Finanzierung zu tun.
  • Der Ausweis gilt nur für ein Semester, im Februar muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Wenn Ihr Kind eine Behinderung hat und nicht alleine zur Schule fahren kann, oder wenn es kein öffentliches Verkehrsmittel zur Schule gibt:

  • Die Schule oder Ihr Caritas-Regionalbetreuer / Ihre Caritas-Regionalbetreuerin sagen Ihnen, welches Verkehrsunternehmen den Transport übernehmen kann (ein Behindertentransport unternehmen oder ein Taxiunternehmen). Die Schule oder Ihre Caritas-Regionalbetreuung sollen mit diesem Verkehrsunternehmen Kontakt aufnehmen und es vorinformieren.
  • Geben Sie Ihren Antrag ebenfalls in der Schule ab, die Schule muss ihn an dieses Verkehrsunternehmen weiterschicken. Bitte fügen Sie in diesem Fall eine Bestätigung des Arztes über die Behinderung ihres Kindes dem Antrag bei.
  • Das  Verkehrsunternehmen wird Ihren Antrag an die BBU weiterschicken, dazu ein „Tarifansuchen“. Das Unternehmen organisiert den Transport.
  • Wenn die BBU dem Transport zustimmt, werden die Kosten dafür übernommen.
  • Bei Problemen wenden Sie sich an die Info-Hotline BBU: +43 1 2676 870 9207. Bitten Sie Ihren Caritas-Regionalbetreuer, Ihre Caritas-Regionalbetreuerin Ihnen zu helfen.

Wenn das Verkehrsunternehmen Fragen hat, kann es sich ebenfalls bei der Hotline informieren oder über schuelerfreifahrt@bbu.gv.at direkt mit der BBU Kontakt aufnehmen.

Für alle anderen Fahrten der ukrainischen Kinder und ihrer Eltern mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt:

Sie haben – vorläufig bis Ende des Jahres 2022 – überall freie Fahrt, müssen aber bei Kontrollen ihren Pass vorweisen.

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